Die Gefahr in der Ferne – andere Länder, andere Krankheiten

Europa, Asien, Afrika, Australien und Amerika – längst führt uns der alljährliche Sommerurlaub nicht mehr nur in den Schwarzwald oder an den Bodensee, längst schauen wir über den geografischen Tellerrand hinaus und bereisen ferne Länder, erkunden fremde Kulturen, lernen neue Sprachen und lassen uns exotische Speisen schmecken. Haitauchen vor der südafrikanischen Küste? Weintrauben naschen in der Toskana? Einen Spaziergang entlang der chinesischen Mauer machen? Am besten alles hintereinander? Dank heutiger Reisemöglichkeiten kein Problem mehr. Alles ist vernetzt, alles ist erreichbar.

Doch die Gefahr lauert meist bereits am fremden Airport: Ferne Länder glänzen nicht nur mit exotischem Flair, sondern auch mit exotischen Krankheiten. Viele Reisende unterschätzen das erhebliche gesundheitliche Risiko, welchem sie sich aussetzen und treffen nur wenige oder gar keine präventiven Maßnahmen. Dies führt nicht nur dazu, dass in Folge einer Infektionskrankheit bei den Betroffenen oftmals bleibende Schäden entstehen, sondern begünstigt auch die „Verschleppung“ der Erreger ins eigene Heimatland, wo sich wiederum weitere Menschen, oftmals epidemieartig, anstecken können.

Hepatitis, Gelbfieber und Co. können tödlich enden

Vor allem in warmen Ländern verbreitete Erregergruppen, gegen die die einheimische Bevölkerung oftmals nahezu immun ist, können beim infizierten Reisenden lebensbedrohliche Krankheiten wie Gelbfieber, Typhus oder Hepatitis auslösen. Einige davon sind in Europa nahezu „ausgestorben“ und können sich in den jeweiligen Ländern nur aufgrund mangelnder Hygienebedingungen wie z.B. kontaminiertem Wasser ausbreiten.

Insbesondere Fernreisende sollten sich daher vorab über das jeweilige Reiseland und die dortigen Gesundheitsrisiken informieren. Das Tückische hierbei: Auch wenn ein Großteil der Erreger zwar bekannt ist, werden dennoch immer wieder neue entdeckt, gegen die es zunächst keinen Impfstoff oder entsprechende Behandlungsmaßnahmen gibt. Jeder Reisende sollte sich daher vorab möglichst aktuelles Informationsmaterial besorgen und abwägen, bei einem unkalkulierbaren Risiko eventuell von der geplanten Reise zurückzutreten, um sich selbst und auch andere nicht zu gefährden.

Eine Impfung rettet Leben

Dies ist jedoch eher eine Ausnahme – in der Regel lassen sich die gängigen reisebedingten Infektionskrankheiten meist vermeiden: durch entsprechende Hygienemaßnahmen im Alltag und beim Verzehr von Nahrungsmitteln – sowie durch einen ausreichenden Impfschutz.

Dieser sollte stets überprüft und gegebenenfalls aufgefrischt werden. Das Tropeninstitut bietet eine umfassende reisemedizinische Beratung für nahezu alle Länder der Welt an und spricht zudem stets aktuellste Impfempfehlungen aus. Standardmäßig sollte sich jeder Reisende gegen Erkrankungen wie die Cholera, Gelbfieber, Hepatitis A und B, Malaria, Tollwut, Typhus etc. prophylaktisch versorgen lassen.

Wer trägt die Kosten?

Doch Impfschutz gibt es nicht umsonst, nicht selten kostet bereits eine einzelne Impfung über 100 Euro. Als Reisender sollte man sich hiervon jedoch nicht abschrecken lassen – in den meisten Fällen kommen die jeweiligen Krankenkassen für die Kosten auf. Dennoch lohnt es sich auch hier, sich vorab gründlich zu informieren: Nicht jede Krankenkasse bietet eine Kostenübernahme Reiseimpfungen für jede Impfung an und nicht jede zahlt immer 100 Prozent der anfallenden Kosten. Wie viel die Kasse anteilig zahlt und für welche Impfung eine Kostenerstattung Reiseimpfungen möglich ist, wird individuell geregelt, die Kassenleistungen Reiseimpfungen variieren teilweise stark. Wichtig ist es also, sich auch hier vorab genau über die möglichen Gesundheitsrisiken im Wunschland informiert zu haben.

Kostenerstattung Reiseimpfungen bei den Krankenkassen – wie funktioniert das?

Damit eine Kostenübernahme Reiseimpfungen durch die Kasse stattfinden kann, müssen zudem einige Voraussetzungen erfüllt werden. Zunächst muss sich der Betroffene entweder beim Gesundheitsamt oder einem Vertragsarzt impfen lassen, Grundlage müssen hier die Empfehlungen der im Robert Koch-Institut ansässigen Ständigen Impfkommission bilden. Nur unter diesen Voraussetzungen kann eine Kostenübernahme Reiseimpfungen stattfinden.

Doch wie genau läuft die Kostenerstattung Reiseimpfungen nun für den Betroffenen ab?

Im Grunde immer nach demselben Prinzip: Entweder kann die Impfung direkt über die Gesundheitskarte beglichen werden oder der jeweilige Versicherte geht zunächst in Vorkasse und reicht die Rechnung dann bei seiner Kasse zur Kostenerstattung Reiseimpfungen ein. Hierzu gibt es vorgefertigte Musterschreiben bzw. Anträge auf eine Rückerstattung der angefallenen Kosten.

Neben dem ausgefüllten Antrag muss der Versicherte zur Kostenerstattung Reiseimpfungen außerdem einige Unterlagen einreichen, anhand derer die Krankenkasse den Fall prüfen kann. Hierzu gehören: die Rechnung für die ärztliche Impfleistung sowie für den Impfstoff, die ärztliche Verordnung, die eigene Bankverbindung sowie eine Bestätigung durch den Versicherten, dass die Impfung im Hinblick auf eine private Auslandsreise vorgenommen wurde. Nach der Prüfung des Falls überweist die Krankenkasse dann den jeweiligen Betrag – abhängig von den Kassenleistungen Reiseimpfungen – auf das Konto des Versicherten.

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