Der ewige Kampf um den Liegestuhl. Laut einer Umfrage outet sich jeder dritte Deutsche als Liegestuhlreservierer. Einige Reiseveranstalter wollen diesen nun den Kampf ansagen. Mit unterschiedlichen Maßnahmen geht es den Blockierern an den Kragen.

Viele ärgern sich darüber. In der Sommerzeit ist es das Streitthema Nummer Eins. Alle wollen den besten Platz am Pool. Knapp ein Drittel der Befragten einer Umfrage des Hotelbewertungsportal Holidaycheck.de gaben zu, bei Knappheit die Liegestühle zu reservieren. Jeder Zehnte reserviert auch ohne offensichtliche Knappheit. Von 1174 befragten antworteten 7,9 Prozent sogar damit, ein kleines Trinkgeld Hotelmitarbeiter zu geben, wenn sie die Liegestühle reservieren. Knapp die Hälfte reserviert jedoch keine Liegen.

Die Methoden beim Reservieren eines Liegestuhls sind dabei recht unterschiedlich. Dabei ist dieses von der Hemmschwelle der jeweiligen Urlauber abhängig. Zum einen gibt es die heimlichen Anschleicher vor dem Frühstück oder beispielsweise den selbstbewussten „Reservator“. Auch das vergessen unwichtiger Gegenstände ist nur eine weitere Taktik von vielen. Klassisch hingegen ist ein Handtuch mit der Aufschrift „Reserviert“ welches gerade im Sommer gerne genutzt wird.

Mögliche Lösungen für den Reservierungswahn

Dabei sind nicht nur die Hotelpools betroffen. Auch Kreuzfahrtschiffe erkennen die Problematik. Gegen die Belagerung gehen Kreuzfahrtschiffe nun vor. Zum einen werden alle Gäste über das Bordfernsehen und über die Bildschirme darüber informiert, dass das Reservieren von Liegestühlen einzustellen ist. Eine weitere Vorgehensweise ist, dass Mitarbeiter, denen eine reservierte Liege auffällt, mit einem Aufkleber mit der aktuellen Uhrzeit bekleben. Ist der Gast nach 40 Minuten noch nicht eingetroffen, wird eine Nachricht hinterlassen, dass er seine Gegenstände bei der Handtuchausgabe abholen kann. Strandliege im Urlaub. Auch Reiseveranstalter wie beispielsweise Thomas Cook Reisen bietet in einigen Hotels an, die reservierte Liege im Servicepaket mitzubestellen.

Dennoch ist die Sache rechtlich klar: Handtücher und andere Gegenstände vermitteln keine Besitzansprüche und können nicht nur durch Hotelmitarbeiter entfernt werden. Jeder Urlauber hat einen Anspruch auf eine Liege.

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